Sonntag, 31. Juli 2011
..Le Filou..GER1 ..in Ungarn
das "Le Filou" Team hat diesen Sommer den weiten Weg nach Ungarn angetreten, um in der Heimat der 8mOD am Balaton die Ungarischen Meisterschaften zu bestreiten. Dieses Mal findet diese Regatta in Balatonföldvár beim MVSZ Spartacus statt.
Als Vorbereitung lief dieses Wochenende der Spartacus Kupa. Alle Ergebnisse und die weiteren Ereignisse findet ihr auf der Homepage der "Le Filou" hier
Wieder da nach längerer Pause
hoffentlich sind noch ein paar von euch übrig, nachdem ich so lang nichts mehr Neues geschrieben habe. Nicht, das es nichts gegeben hätte über das man hätte schreiben können...
Wir haben ja nun neue Segel dieses Jahr. Leider hab ich keine Bilder, zumindest nicht aus der Nähe. Aber seid versichert, die gehen "wie die Hölle". Vielen Dank dafür an unseren Segelmacher Felix Ertel von vm sails , ich bin schwer begeistert.

2.Platz SF-Boote Yardstick ( 22. Boot im Zieleinlauf...)
.....so früh mal da zu sein hat schon auch was ....
8mOD und 8mR nebeneinanander beim Zieleinlauf in Bregenz
Ausserdem gab`s ziemlich schöne Pokale, die man durchaus auch im Wohnzimmer aufstellen kann. (früher wär man ja um jeden Pokal froh gewesen, jetzt mäkelt man schon wegen der Optik...)

1.Platz YS1, schnellste Yacht berechnet und gesegelt
Wir sind in der "kleinen Besetzung" Steffi, Frankie und Thomas angetreten, um den YCHB bei unserer Hafenregatta veranstaltet von der Ultramarin Marina, zu vertreten.
Es war wieder mal ein bischen ein "Ge-eier" mit Flaute und Winddrehern, die nicht mehr wirklich schön waren. Dafür dann eine halbe Stunde nach Wettfahhrtende den schönsten Westwind. Vielleicht sollte man sich beim nächsten Mal Gedanken machen, ob man bei dieser Wetterlage nicht wirklich bis um 14 Uhr mit dem Start wartet.
Aber um das Ganze wieder gut zu machen gab es für uns genügend Pokale, die ich aber nicht unbedingt im Wohnzimmer austellen werde. Die Großen sind zum Glück Wanderpokale, die "muß" ich wieder zurückgeben.

2.-3.7. Rettich Cup
17.Platz YS1
der diesjährige Ausflug in die Parallellwelt am Untersee war für uns leider nicht ganz so erfolgreich. Bei einem argen Flautengeschiebe am Samstag waren die "Locals" von der Reichenau deutlich bevorzugt. Ich hatte mir ja vorgenommen, dieses Mal ganz konsequent auf der Reichenauer Seite unter Land zu fahren. Hab ich auch bis zu einem gewissen Zeitpunkt durchgehalten. Aber dann fahren die Ortskundigen in irgendwelche Buchten, wo definitiv kein Windhauch zu sehen ist, du denkst noch "spinnt der?", aber plötzlich haben die 500m Vorsprung und sind irgendwann nicht mehr zu sehen.
Aber dafür konnten wir beim Rahmenprogramm punkten und haben bei der Gemüsekärrele-Rallye einen Rettich für den 3.Platz erreicht.
Ziel war es, mit so einem "wie auch immer dieses Ding auf Badisch heisst" - GemüseErnteKärrele einen Hindernisparcours zu überwinden und dabei aus einem 10l Eimer Wasser so wenig wie möglich zu verschütten.
toller Rettich, oder?
Leider haben wir ihn dann am Sonntag Abend in der 8ung! vergessen und er sah dann am nächsten Wochenende ziemlich traurig aus...
28.-29.5. Bodenseewoche Konstanz
Leider musste der One Design Cup in Immenstaadt wegen des niedrigen Wasserstands abgesagt werden. Unser Klassenchef Thommy Woern hat sich dann sehr engagiert dafür eingesetzt, das wir auf den letzten Drücker noch bei der Bodenseewoche in Konstanz als Klasse mitsegeln können. Die Bodenseewoche ist wirklich ein schöner Event mit wirklich professionell durchgeführten Regatten auf mehreren Bahen und einem tollen Rahmenprogramm. Für uns gabs einen fünften Gesamtrang mit den Plätzen 7-6-1-4 in den Läufen.
An der Konstanz müssen wir noch arbeiten, aber immerhin gibt`s schon Ausreisser nach oben!!!
6.5. Drei Länder Cup
3.Platz ORC Sportboot
Hier haben wir dann ein weiteres Mal gemerkt, das die neuen Segel wirklich Spitze sind. Wir sind auf dem ersten Schlag Richtung Romanshorn zuerst an der Kreuz und dann leicht geschrickt eine ganze Weile neben den Esse 850 von Max Juchli und Markus Gschwandtner hergefahren ohne wirklich langsamer zu sein. Leider musste ich mich dann mit einem 75 Nat. Kreuzer in Luv und einem total unnötigen Luvduell mit einer Dufour rumschlagen, die sowieso in einer anderen Klasse fährt. Dadurch hab ich den Anschluss an die Esse etwas verloren. An der Tonne vor dem Rheindamm war aber sowieso wieder alles egal, der Wind hatte abgestellt und kam aus allen möglichen Richtungen, wahrscheinlich auch von oben...
Die Dufour und der Nat Kreuzer waren schon wieder da....
Übrigens auch alle anderen...
Da wir uns aber mittlerweile zu absoluten Leichtwindspezialisten entwickeln, haben wir uns heldenhaft freigekämpft und runden als eine der ersten aus dem ganzen Pulk die Tonne.
Danach hat der Wind aber so plötzlich aufgefrischt, das man nicht mal mehr Zeit für gar nix hatte. Es konnte auch keiner von der Kante runter, da wir mit der "kleinen Besetzung" doch etwas wenig Crewgewicht hatten.
Wir schafften es ohne reffen ins Ziel!
Zur abendlichen Siegerehrung beim Ravensburger Yachtclub gehen wir immer gerne. Es findet während der Siegerehrung immer eine Verlosung statt und es gibt echt tolle Preise. Und wir gewinnen ja meistens was...auch diesmal.......zwei schöne T-Shirts von Murphy and Nye und wieder einen Essengutschein
7.-8.5. Int. Eichhorn Regatta
2.Platz
Zum ersten Mal mit den neuen Segeln auf der Regatta. Und dann noch eine Klassenregatta. Ich glaube, das Ergebnis spricht für sich. Die neuen Segel sind einfach super!!!
Sonntag, 17. April 2011
Der 8MOPS schwimmt wieder.
Montag, 24. Januar 2011
...und es geht grad so weiter...
Beim besten Ehemann/Vorschoter von allen war kurzfristig und völlig unvorhersehbar ein Kundendienst notwendig. Jetzt hat er neue Bandscheiben. Aus Titan. Korrosionsbeständig auch in Salzwasser. Wenn ihr nett fragt, schickt er euch bestimmt gern die Röntgenbilder...vielleicht sollten wir sie auch im 8ung!-Fotoalbum veröffentlichen. Sorry, das war jetzt ein Witz für Insider auf Kosten vom Vorschoter.
Noch vor einer Woche war ich mitnichten so cool, mein Nervenkostüm war genaugenommen ziemlich instabil, aber jetzt, nachdem alles gut gegangen ist kann ich ja wieder hintenrum lästern.
Ich hoffe jedenfalls, das das Ganze weiterhin so positiv verläuft wie bisher und der Thomas im Frühling wieder einigermaßen einsatzfähig ist. Sonst muss er Land-Crew machen und das fände er bestimmt nur untermittelprächtig.
Aber auch die 8ung! bekommt neues Equipment. Nicht aus Titan, sondern Pentex. Wie im letzten Post ja schon angedeutet sind die neuen Segel jetzt bestellt. Statt zu Weihnachten gab`s jetzt halt ein größeres Geburtstagsgeschenk.
Leider hat sich die Andeutung von Frühling ja schon wieder verabschiedet und dem Winter nochmal Platz gemacht. Trotzdem merkt man schon wie die Tage wieder länger werden, allzu lange kann`s also nicht mehr dauern und wir sehen uns wieder auf dem Wasser.
Sonntag, 12. Dezember 2010
Alles bleibt anders....
Schande über mein Haupt, das ich so lang nichts geschrieben habe. Nicht, das es nichts Erzählenswertes gegeben hätte, aber zuerst hatte ich in der bayerischen Landeshauptstadt kein privates Internet und Wochenends war immer was los. Ist schon eine Umstellung, nur noch am Wochenende zu Hause zu sein. Da gerät man leicht in die Versuchung, 48 Stunden in einen Tag pressen zu wollen...die Kontakte, die man die letzten 10 Jahre aufgebaut hat, nicht zu verlieren, die alten Freunde in München wieder öfters zu sehen, neue Bekanntschaften schließen, so nebenbei sollte ich auch noch arbeiten...das kann schon leicht in Stress ausarten. Ich hatte am Anfang noch die Vorstellung, ich könnte mich vielleicht bei irgendwelchen Mittwochsregatten am Ammer- oder Starnberger See einklinken, aber das war wohl nix. Nächste Saison vielleicht. Abgesehen davon, das mein Auto eh schon der fahrende Kleiderschrank ww. Möbelwagen ist, finde ich bestimmt noch ein Eckle für die Segelklamotten...
Segeltechnisch betrachtet war der Rest der Saison durchwachsen bis untermittelprächtig.
Der One Design Cup in Immenstaad fiel für mich einem Migräneanfall zum Opfer. Thomas hat ersatzweise als Steuermann fungiert, am zweiten Tag hab ich dann wieder übernommen. Hätte ich mal lieber sein lassen und werde ich auch niiieeee wieder machen: am zweiten Tag als Skipper zu einer Mannschaft dazusteigen, die schon einen Tag zusammen segelt. Die haben sich schon „zusammengerauft“ und sind wieder eingespielt aufeinander und dann komm ich...oh Mann! Nichts desto trotz war Immenstaad eine schöne Regatta, super organisiert und auch ein tolles Rahmenprogramm. Außerdem kann man bei diesem Vereinsheim schon grün vor Neid werden!
Der nächste Event war die Ost-West, die wir dieses Mal
weil von Bregenz nach Konstanz
meistens gegen den Wind
kein Kurs für die 8ung! mit ihrem Riesen Spi
auf der „Shine a light“, der besagten Hallberg Rassy 312 aus dem vorigen Beitrag gesegelt sind. Da kann ich weiter keine Worte drüber verlieren, sonst reg ich mich wieder über mich selber auf. Wir hatten einen fulminanten Start in Bregenz, sind abweichlerisch von der allgemeinen Meute unter Land am deutschen Ufer entlang UNTER SPI bis nach Langenargen gesegelt und waren mördergut dabei...wir fahren weiter am deutschen Ufer bis Friedrichshafen ...IMMER NOCH UNTER SPI... und immer noch mördergut dabei, warten auf den angesagten Dreher auf West...der nicht kommt...die Steuerfrau wird vor Immenstaad hibbelig, weil der Westwind nicht kommt...und fährt anstatt weiter auf den See raus am deutschen Ufer entlang...der Westwind kommt dann endlich doch...und ich hänge immer noch am deutschen Ufer...irgendwann gegen 17 Uhr sind wir dann am Eichhorn in der Flaute verhungert...also bildlich gesprochen...Dieter und Karl-Heinz haben sich die größte Mühe mit der Verpflegung gegeben, aber das hat grad auch nichts mehr geholfen! ...am Ende DNF... Wir waren, bis ich in Immenstaad abgebogen bin, die ganze Zeit kurz hinter der „Leni“, die dann 3. in der YS IV geworden sind...und nein, ich habe nicht „ gekotzt“!
Zwischen den verschiedenen Regatten sind wir dann natürlich auch noch in Sachen YCHB unterwegs. Wir sind doch oft am See, ob beim Jugendlager mithelfen oder bei den Clubausfahrten .
Die 8ung! hat diesmal den Außenborder für`s Jugendschlauchboot ausgeliehen. Das war ein Bild für die Götter: zwei 80kg (...hüstel...gut geschätzt...) Männer in einem Dinghi kreisen um die Jugendlichen in ihren Jollen. Gott sei Dank hatte es nicht wirklich Wind...wobei ich mir dann weniger Sorgen um die Jugendlichen in den Jollen gemacht hätte, als um die Herren im Dinghi und meinen Außenborder.
Im August und Anfang September musste ich doch sehr intensiv arbeiten, aber unser Plan war den One Design Cup in Bregenz als Auftakt zu nehmen, dann die Woche auf dem See rumzuhängen und auf den Europa Cup zu trainieren und eine Woche später in Kreuzlingen dann den anderen`s Ohr weg zu fahren..(o.k. war nur Spass..) ..und wieder kam alles anders....
Der One Design Cup in Bregenz war insgesamt von der Performance her die beste Regatta dieses Jahr. Das fing schon mit der Anreise an. Ich hab mich am Donnerstag schon Richtung Heimat abgesetzt und konnte so am Freitag mit den Jungs die 8ung! nach Bregenz fahren. Diesmal tatsächlich unter Spi und mit herrlichem Sonnenschein. Die Bregenzer haben eine wirklich gute Regatta veranstaltet. Für`s Panorama können sie natürlich nichts, aber alles andere war ebenso gut organisiert. Vom Schleppdienst bis zum Abendessen war alles super, mal abgesehen davon, das sie tatsächlich extra einen Autokran für`s Ein- und Auskranen der Sportboot organisiert haben. Mein Lob auch dem Regattaleiter, er hat uns mittags bei absoluter Flaute lieber wieder reingeschickt und dann dafür Abends bis zum Sonnenuntergang regattieren lassen, als Rücksicht auf das „Rahmenprogramm“ zu nehmen. Leider waren nur fünf 8mOD am Start.
Bei soviel „Wellness“ ist es uns auch echt gut gelaufen. Wenn man unsere Segel mit den Rissen im Mylar so sieht, ist es allerdings ein echtes Wunder, das wir überhaupt noch irgendwohin fahren. Die mussten wir dann in der Not eben mit Tape zukleben. Ein lieber Mitsegler (seines Zeichens Segelmacher...) hat unser Segel „Bar Code“ Segel genannt....

Leider hat sich ab dann alles anders entwickelt als geplant.
Der One Design Cup Kreuzlingen/ Europa Cup wurde mangels Beteiligung aller Klassen abgesagt, die Esse850 hatten Schweizer Meisterschaften am Thuner See, die X-99 ihren Event schon früher im Jahr mit der WM in Langenargen und so kamen zum Meldeschluß insgesamt nur 12 Schiffe zusammen und so wurde die Regatta ganz abgesagt.
Also war unsere Motivation schon mal im Eimer, wozu trainieren ohne Regatta am Ende? Dazu kamen noch unerwartete private Verpflichtungen der Crew, der Wetterbericht war auch alles andere als prickelnd und so hat sich das Ganze leider schon am Sonntag nach der Regatta in Bregenz aufgelöst.
Auf Bodensee Quer als Alternative hatte irgendwie keiner Lust mehr ....
Und die Steuerfrau kam unversehens zu einer komplett unverplanten Woche, auch das passiert ab und zu!
Wir haben die 8ung! dann noch bis Anfang November im Wasser gelassen, aber sowohl das Absegeln unseres Yachtclubs als auch alle anderen seglerischen Aktivitäten fielen buchstäblich ins Wasser.
Bei der Eisernen waren wir (Steffi/Thomas/Frankie und Jassy) diesmal nur auf dem Besucherschiff zu finden. Auch mal ganz nett, aber dieses Jahr echt saukalt. Unser Schweizer Crewmitglied hat sich trotz Hundedecke die Pfoten abgefroren und auch wir waren dann ganz froh am Glühwein hinterher. Also nächstes Jahr wieder mitsegeln oder zu Hause bleiben...
Als Trost gab`s dann aber zusätzlich zum Glühwein auf dem wunderschönen Konstanzer Weihnachtsmarkt wie jedes Jahr noch neues Räucherwerk von der „kleinen Hexe“ und ausserdem ein silbernes Geschmeide, um die Falten am Hals der Steuerfrau zu vertuschen.
Jetzt freue ich mich erst Mal auf Weihnachten und die hoffentlich ruhigen Tage.
Als Geschenk gibt`s dieses Jahr ca. 40 qm feinstes Pentex in „Smoke“
Dieses Jahr war teilweise echt vogelwild. Fast nichts kam so wie gedacht und geplant. Trotzdem haben sich wahrscheinlich gerade daraus viele neue Dinge entwickelt, die vorher nicht möglich gewesen wären.
Bisdenndann.
Freitag, 9. Juli 2010
Ultramarin Cup 2010
An diesem Wochenende kam dann auch so ziemlich alles zusammen, was man sich als Regattaleiter unbedingt wünscht. Laut Wettervorhersage 34 °C und 1 Bft, dazu noch ab 16 Uhr das Viertelfinalspiel der Deutschen Elf bei der WM in Südafrika. Man kann also nicht mal locker abwarten, ob sich bis 15 Uhr noch eine kleine Thermik aufbaut, ohne dann entweder mit schlechtgelaunten oder gar ganz ohne Segler auf der Regattabahn zu stehen.
Manche Segler konnten auch von vorne herein schon nicht segeln, weil sie ja Fußball schauen mussten.....so war ich dann trotz versprochenem Public Viewing in der Marina ganz alleine mit Hartmut und der 8ung! übriggeblieben....aber weil`s ja eine Spaß- und Familienregatta ist und auch nicht rasende Windgeschwindigkeiten vohergesagt waren, hab ich mich auch zu zweit getraut....war übrigens ein super Spaß!
Trotz der ganzen vermeintlichen Widrigkeiten hatten wir am Ende 37 Meldungen zu verzeichnen.
Wie erwartet, hat sich das 12-Uhr-Loch etwas nach vorne verschoben und ab 12 Uhr kam dann etwas Wind auf. Thomas hat die Brise dann auch gleich genutzt und den Lauf gestartet. Wir haben einen guten Start wie geplant gleich oben beim Schiff erwischt und konnten nach etwa 500m nach einem Winddreher auch ganz knapp die Tonne anlegen. So war`s von der Regattaleitung zwar nicht geplant, aber wenn König Fußball wartet, bringt man halt Opfer und schießt nicht ab. Wir waren dann auch gleich als zweite nach der Akros „Tipolino“ an der Tonne und konnten sofort nach der Rundung den Spi ziehen. Dabei gab`s dann kurz vor der Ablauftonne eine kleine Hakelei mit der „Paulchen Panther“ wegen einer Innenposition, da konnte ich mich aber durchsetzen. Leider mussten unsere Gegner dann eine Runde vor der Tonne drehen und kamen der X-99 „Hippo Express“ in die Quere und so hatte Thomas dann noch die Aussicht auf eine Protestverhandlung..... es war also alles dabei in seiner ersten Regatta als Wettfahrtleiter......
Leider hat sich dann auf dem Downwindkurs der Wind kurzzeitig verabschiedet, so das sich die Regattleitung für eine Bahnverkürzung entschlossen hat. Das ist halt immer das Dilemma: die Ersten sind schon an der Lee-Tonne und die ganz langsamen noch mitten auf der Kreuz. Schieße ich nicht ab, gibt`s eventuell eine Stehparty bis zur nächsten Tonne, die dann als Ziel dienen kann. Beende ich den Lauf und kommt dann wieder Wind, sind auch alle sauer.
Aber auf Grund der besonderen Umstände war dann auch keiner ernsthaft böse, als ca. 7 min später der Wind auch prompt wieder aufgefrischt hat und die Ziellinie schon etwas „schäbs“ lag.
Wir haben uns am Ende noch ein spannendes Zielfinish mit der „Tipolino“ geliefert. Leider haben wir dann wegen eines simplen Fehlers verloren, da blöderweise das Spifall noch in der Klemme am Mast belegt war. So isses halt, wenn man nur zu zweit ist und plötzlich an Dinge denken muß, für die man sonst zwei Leute mehr hat. Also haben wir dann den Spi als Bremsfallschirm benutzt und die 8ung! erstmal direkt vor der Ziellinie geparkt. Bis wir dann wieder Fahrt hatten, war die Tipolino natürlich soweit weg, das es nicht mal berechnet gereicht hat. Wir sind dann wider Erwarten immerhin auf dem zweiten Platz gelandet. Gratulation von dieser Stelle an die Crew von der Tipolino.
Zur Freude alle Beteiligten waren wir dann rechtzeitig zum Fußballspiel wieder im Hafen und konnten die Deutschen Kicker lautstark unterstützen. Hat ja dann auch geholfen.
Es war jedenfalls wieder ein gelungenes Fest.
Am Sonntag fand dann noch unser Ski-Yachting Event statt. Thomas hat einen Kurs zur Wetterstation nördlich vom Schloß Montfort ausgewählt, damit`s wenigstes sowas ähnliches wie einen Up and Down gibt. Nachdem ich ja eh ohne Mannschaft dastand, wollte ich eigentlich gemütlich beim Hans auf dem Startschiff Campari trinken, wurde dann aber von Dieter spontan als Steuerfrau auf der „Shine a light“ , einer Hallberg Rassy 312, engagiert. Leider hatte keiner von uns einen Schimmer, wie man einen Spi aus dem Bergeschlauch setzt und der Blister war irgendwie in den Tiefen des Vorschiffs verschwunden (..und so ein Rassy-Vorschiff ist tief....), deshalb haben wir den Downwind Kurs dann gemütlich raumkreuzend absolviert und sind am Ende auf dem dritten Platz ( von 6) gelandet. Den Abend haben wir dann noch gemütlich im Hafen bei einer Hopfenkaltschale bzw. einem Russen ausklingen lassen.
Am Montag musste ich dann zu meinem Arbeitsplatz geführt werden und man mußte mir meinen Job neu erklären.....ich hatte die Welt um mich herum total vergessen.
Sowas ist doch schön, oder!!!!
Sonntag, 9. Mai 2010
Gelungener Saisonauftakt
Auf der Kreuz zurück nach Langenargen haben wir nochmal den Groß- und Genuatrimm überarbeitet, bis uns dann aber die Finger abgefroren sind. Trotz Frühling wird`s doch gegen Nachmittag noch eisig kalt. Beim anschliessenden Sundowner wollte auch seltsamerweise keiner Weißbier, sondern Cappucchino und heisse Schokolade....au weh, wohin soll das führen..?
Am 1./2.Mai fand dann der erste Auftritt der 8ung! bei der Eichhorn Regatta in Konstanz beim KYC statt. Wie immer super organisiert, ging`s am Samstag um 10.30 Uhr gleich nach der Steuermannsbesprechung raus auf`s Wasser. Wettermässig war von Frühling nichts mehr zu spüren, es hat den ganzen Tag bei ca, 10-13°C immer mehr oder weniger geregnet, dafür gab`s wenigstens Wind, so ca. 2-3Bft, grad richtig zum anfangen, aber mit teils heftigen Drehern. Gestartet wurde in drei Klassen, allen voran die X99, die ja dieses Jahr die WM in Langenargen haben, dann wir 8mODs und zum Schluß die First Class 8. Um die Startmanieren der X99 gleich von Anfang an in die richtigen Bahnen zu lenken hat der Regattaleiter erst mal die Black Flag gesetzt. Hat auch gut funktioniert, jedenfalls war am Samstag kein Frühstart zu verzeichnen.
Wir hatten bei allen 3 Läufen gute Starts, beim zweiten ist mir sogar ein Superstart gelungen, jetzt weiß ich endlich wie sich das anfühlt, bei 0 mit Speed an der richtigen Stelle über die Linie zu gehen.....ein Superfeeling....!
Am Sonntag war das Wetter noch unangenehmer als am Tag zuvor, es hat eigentlich von 10 Uhr morgens an nur geregnet. Der Wind wehte wieder 2-3Bft, also gings gleich um 10 Uhr raus auf die Bahn. Zwei Läufe gingen noch durch, bei den X99 gab`s allerdings gleich mal trotz Black Flag einen Massenfrühstart und 4 Schiffe wurden disqualifiziert. Bei uns ging alles glatt, wir konnten nach zwei Läufen unseren 5. Platz verteidigen.
An der Kreuz können wir mittlerweile trotz der alten Lappen geschwindigkeitsmäßig gut mithalten. Der Trimm passt also ganz gut. Die Geschichte mit der Taktik am und vor dem Wind und die Wahl der richtigen Seite übt die Steuerfrau noch. Jedenfalls haben wir uns aber enorm verbessert und konnten in den Läufen ein paar unserer Konkurrenten schon ein bischen ärgern. Die Zieldurchgänge waren jedenfalls entsprechend knapp und einmal hatten wir die Nase nach einer spannenden Zielkreuz vorn, zweimal mussten wir uns leider knapp (so um ca. 2 sec. ....bäh!) geschlagen geben.
Am 8.5. war die 8ung! beim Drei Länder Cup vom Ravensburger Yachtclub in Gohren am Start. Ich hatte diesmal nach langem Hin und Her in Yardstick 1 gemeldet, da abzusehen war, daß die Beteiligung bei den ORC Sportbooten wohl eher gering ausfallen würde, da die Esse 850 nächstes Wochenende beim Montfort Cup ihre German Open haben.
Der Startschuß fiel pünktlich um 8 Uhr morgens bei praktisch keinem Wind. Einige hatten die Situation wohl unterschätzt und waren noch auf der Bahnseite ohne nur den Hauch einer Chance bis zum Startschuß hinter die Linie zu kommen. Die hatten dann echt Pech, weil bis sie sich dann Round the Ends wieder hinter Linie gehangelt hatten, war das Feld trotz dem wenigen Wind schon ziemlich weg. Ich habe das Dilemma so ca. 10min vor dem Start schon kommen sehen und habe die Jungs sofort die Paddel holen lassen, da wir natürlich den Motor schon eingepackt hatten. Es war ihnen sichtlich peinlich, aber was hilfts....
So haben wir uns dann die erste halbe Stunde im Pulk mehr oder weniger eiernd Richtung Romanshorn geschoben. Gegen 8.45 Uhr kam dann etwas Wind aus West auf und das Feld zog sich auseinander. Wir sind noch ein Stück Richtung Schloß Montfort, dann fast als letzte auch Richtung Romanshorn abgebogen und hatten ziemlich genau einen Anlieger, zum Schluß dann noch unter Spi, auf die Tonne vor Egnach. Dort gab`s noch etwas Konfusion, da von den ganz Schnellen vor mir nach der Tonne einfach keiner den Spi/Gennaker setzen wollten, was mir für einen Kurs nach Hard ziemlich komisch vorkam. Von der Opal III hinter mir hab ich dann irgendwelche Wortfetzen von wegen „Bahnverkürzung“ vernommen, und kaum hatten wir die Rundmail gelesen und auch verstanden (die Steuerfrau hat ja seit der Begebenheit letztes Jahr in Konstanz die Segelanweisung immer an der Frau...) und das Fernglas zu Rate gezogen, konnte man auch das Zeichen auf dem Wettfahrtleiterboot erkennen. Die waren ziemlich weit weg, also etwas näher dran wäre beim nächsten Mal schon wünschenswert. Es gab tatsächlich Boote, die es eben nicht gesehen haben und weiter nach Altenrhein gefahren sind.....! Na ja, also irgendwann würde ich mich dann schon wundern, das ich so ganz alleine bin.....
Der Rückweg nach Gohren war zuerst leicht geschrickt, dann hat der Wind doch wieder gedreht und wir konnten doch noch den Spi ziehen. So haben wir uns dann Stück für Stück Richtung deutsches Ufer gehangelt, ich hab mich dann aber entschieden nicht ganz unter Land zu fahren, sondern ewas weiter draussen zu bleiben und uns raumkreuzender Weise zum Ziel bringen. Das hat sich letztendlich als weise Entscheidung erwiesen. Wir konnten auf diesen letzten Schlag doch noch einige abschütteln und, nachdem wir nochmal die Rundmail zu Rate gezogen haben, auch aus der richtigen Richtung (Bahnmarken sind Backbord zu runden...) durchs Ziel fahren.
Am Schluß wurden wir mit einem für uns tollen 7. Platz (von 16.) in der Yardstick 1 belohnt. In der Gesamtwertung „große Bahn“ in der auch die Teilnehmer der anderen Klassen nochmal nach Yardstick berechnet aufgeführt wurden, haben wir den 14. Platz (von 48.) errreicht.
Hätte ich ORC Sportboot gemeldet, hätten wir gewonnen.......! Na prima...!